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resiRAUM

Resilienzförderung: Branchenübergreifende Ansätze für Unternehmen

Wie bleiben Unternehmen handlungsfähig, wenn sich Rahmenbedingungen plötzlich verändern? Wie gelingt es, Krisen nicht nur zu bewältigen, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen heute vor großen Herausforderungen: globale Krisen, Klimawandel, Fachkräftemangel und technologische Veränderungen prägen den Arbeitsalltag. Viele Unternehmen reagieren darauf situativ - doch oft fehlen ganzheitliche Ansätze, um langfristig widerstandsfähiger zu werden.

In dem Projekt “resiRAUM” arbeiten Wissenschaft und Praxis eng zusammen, um organisationale Resilienz branchenübergreifend systematisch zu stärken. Dabei geht es nicht nur um einzelne Maßnahmen, sondern um ein umfassendes Verständnis von Resilienz: von der individuellen Ebene der Beschäftigten über die Zusammenarbeit im Team bis hin zur gesamten Organisation.

Gemeinsam entwickeln die Projektpartner praxisnahe Lösungen, die Unternehmen konkret im Alltag nutzen können. Dazu gehören unter anderem ein KI-gestütztes Diagnoseinstrument, neue Ansätze zur Qualifizierung von Beschäftigten und Führungskräften sowie Strategien, um Veränderungen aktiv und erfolgreich zu gestalten.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden kontinuierlich in die betriebliche Anwendung übertragen - und umgekehrt fließen Erfahrungen aus Unternehmen direkt in die Weiterentwicklung der Konzepte ein.

So entsteht ein dynamischer Prozess, der KMU dabei unterstützt, ihre Resilienz langfristig zu stärken und sicher durch Zeiten des Wandels zu navigieren.

Unsere Ziele:

  • Organisationale Resilienz stärken in KMU
    Bewusstsein für die Bedeutung organisationaler Resilienz in Kleinen und Mittleren Unternehmen stärken.
  • KI-gestützte Diagnose ermöglichen
    Schwachstellen in KMU erkennen und durch die Entwicklung eines KI-gestützten Diagnoseinstruments analysieren.
  • Krisenkompetenz stärken
    Mitarbeitende sowie Fach- und Führungskräfte durch innovative Lernformate für einen kompetenten Umgang mit Krisen befähigen.
  • Wissen in die Praxis bringen

Wissenstransfer zwischen KMU und Forschung im Hinblick auf das Resilienzverständnis und die Integration multiperspektivischer Erkenntnisse fördern.

Gemeinsam im Projekt

Das Projekt vereint Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Transfer:
 

Fachhochschule des Mittelstands (FHM)

www.fh-mittelstand.de

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ist eine staatlich anerkannte private Hochschule, gegründet im Jahr 2000 mit dem Ziel, praxisorientierte Ausbildung für Fach- und Führungskräfte im Mittelstand anzubieten. Die FHM bietet 39 staatlich und international anerkannte Bachelor- und Masterstudiengänge in Wirtschaft, Psychologie, Medien, Human Resources, Gesundheit und Sozialwissenschaften an und bildet über 5.500 Studierende an neun Standorten bundesweit aus. Zentraler Fokus der FHM liegt auf praxisnaher Lehre, Forschung und Transfer in enger Kooperation mit Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der FHM konzentrieren sich auf die praktische Lösung aktueller Herausforderungen im Mittelstand, die Förderung von Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und regionaler Entwicklung.

Die FHM konzentriert sich innerhalb des Projekts resiRAUM auf die Erforschung insbesondere der Perspektive organisationaler Resilienz und fördert den Kompetenztransfer in die KMU. Während der Projektlaufzeit übernimmt die FHM als Konsortialführerin die Aufgaben der Projektleitung und des Projektmanagements, der Analyse und Bestandsaufnahme, Evaluation sowie Qualitätssicherung.

Vor dem Hintergrund zunehmender Volatilität, Unsicherheit und disruptiver Entwicklungen – etwa durch Pandemien, Lieferengpässe oder technologische Veränderungen – gewinnt organisationale Resilienz in mittelständischen Unternehmen aller Branchen eine zentrale Bedeutung. Das Projekt entspricht damit der zentralen Aufgabe der Hochschule, Maßnahmen praxisnah zu entwickeln, umzusetzen und wissenschaftlich zu evaluieren, die eine hohe Bedeutung für den Mittelstand haben.

Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT – Anwendungszentrum SYMILA

www.fit.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) und sein Anwendungszentrum SYMILA in Hamm bilden ein interdisziplinäres Team in den Bereichen IT-Infrastruktur, Digitalisierung und Interoperabilität. Unsere Kernkompetenz ist die ganzheitliche Systementwicklung – von der Konzeption bis zur Umsetzung innovativer Lösungen. SYMILA fokussiert auf datengestützte Modelle und prädiktive Analysen im industriellen IoT, ist Teil der BigData-Allianz sowie des Industrial Data Space und verfügt über umfassende Expertise in Künstlicher Intelligenz und Advanced Analytics. Wir überführen Forschungsergebnisse in praxisnahe Gesamtlösungen und unterstützen KMU beim Transfer neuartiger Technologien.

Im Projekt resiRAUM entwickeln wir eine KI-basierte Plattform zur Resilienz-Diagnose und -Simulation. Wir konzipieren das digitale Diagnosetool, das organisationale Resilienz auf Mikro-, Meso- und Makroebene erfasst und adaptive Handlungsempfehlungen ableitet. Zudem entwickeln wir interaktive Krisenszenarien in einer gamifizierten Simulationsumgebung mit integrierten KI-Modulen. Die Plattform bildet den technologischen Gesamtrahmen, in den alle digitalen Projektkomponenten eingebettet werden.

Wirksame Resilienz erfordert den Ersatz starrer Bewertungsroutinen durch flexible, ganzheitliche Ansätze. Mit adaptiven, daten- und KI-gestützten Verfahren eröffnen sich neue Möglichkeiten, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren und Unternehmen auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. Als Forschungsinstitut für angewandte Informationstechnik sehen wir unsere Aufgabe darin, KMU mit innovativen digitalen Werkzeugen zu befähigen, ihre Widerstandsfähigkeit evidenzbasiert zu stärken und Krisen als Chancen für Transformation zu nutzen.

Hochschule Esslingen

www.hs-esslingen.de

Die Hochschule Esslingen (HE) verfügt über eine starke Forschungs- und Lehre-Tradition sowie einen aktiven Wissens- und Technologietransfer. Ihre Forschung konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: Sozial-, Pflege-, Gesundheits- und Bildungsforschung im Kontext gesellschaftlichen Wandels, nachhaltige Energietechnik und Mobilität sowie intelligente Produktion.

Das Projekt resiRAUM passt ideal in die fachliche Profilbildung der HE, da es Technik, Wirtschaft und Soziales verbindet und nachhaltige Praxislösungen entwickelt. Die Ergebnisse fließen in die Lehre ein und bilden die Grundlage für zukünftige Forschungsvorhaben in der Resilienzforschung.

Die HE bringt ihre Expertise vor allem im Bereich der individuellen Resilienz und Förderung der psychischen Widerstandskraft ein. Hier geht es vor allem um die Erforschung von Resilienzfaktoren und die Wechselwirkung der individuellen Schutzfaktoren mit jenen auf Team- und Organisationsebene. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung eines theoretisch fundierten und praxisorientierten Qualifizierungskonzepts zur Stärkung der Resilienz- und Handlungskompetenz in KMU.

Das Thema Resilienz ist ein aktuelles Thema, das aufgrund allgegenwärtiger Krisen, die unsere Gesellschaft und auch auf KMU treffen, von hoher Relevanz ist. Krisen gut zu überstehen und ggfs. sogar an ihnen zu wachsen ist dabei sehr wichtig. Was Menschen in diesen Zeiten gesund hält, ist vor diesem Hintergrund eine wichtige und spannende Frage, die dazu beiträgt spezifische Wissens- und Kompetenzbedarfe zu ermittelt, um Resilienz auf allen Ebenen zu stärken zu können.

Stiftung „Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung“

www.stiftung-m-g-v.de

Die Stiftung „Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung“ steht für die Förderung einer zukunftsfähigen und verantwortungsvollen Arbeitswelt im Mittelstand. Als Trägerin der Offensive Mittelstand vereint sie ein starkes Netzwerk von rund 300 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, KMU bei der nachhaltigen Gestaltung von Arbeit, der Stärkung ihrer Unternehmenskultur und der erfolgreichen Bewältigung aktueller Transformationsprozesse zu unterstützen. Zu diesem Zweck nutzt die Stiftung praxisorientierte Standards (OM-Praxis A-1.0 bis B-2), stärkt regionale Netzwerke und stellt KMU innovative Werkzeuge bereit.

Im Projekt resiRAUM übernimmt die Stiftung die Rolle des Wissenstransfers zu Intermediären und KMU. Ziel ist es, die im Projekt entwickelten Ergebnisse, Instrumente und Qualifizierungsangebote systematisch zu verbreiten und ihre nachhaltige Nutzung sicherzustellen. Dabei entwickelt und erprobt die Stiftung zielgruppengerechte Transferstrategien, um die Anwendung in der Praxis zu fördern, die Integration in bestehende Strukturen zu unterstützen und die Wirkung der Projektergebnisse langfristig zu sichern.

Für die Stiftung ist Resilienz ein zentrales Zukunftsthema: KMU stehen angesichts globaler Krisen, Fachkräftemangel, Klimawandel und technologischer Umbrüche unter wachsendem Druck. Organisationale Resilienz hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen, Veränderungen erfolgreich zu bewältigen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Da integrierte Ansätze bislang fehlen, setzt sich die Stiftung für praxisnahe Lösungen und einen wirksamen Wissenstransfer ein, um Resilienz nachhaltig in KMU zu verankern.

MSF Vathauer Antriebestechnik GmbH & Co. KG

www.msf-technik.de

Die MSF-Vathauer Antriebstechnik GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen im Bereich elektrischer Antriebslösungen und industrieller Automatisierung. Mit Sitz in Detmold entwickelt und produziert MSF-Vathauer hochwertige Systeme für die Steuerung und Regelung von Motoren sowie maßgeschneiderte Antriebskonzepte für verschiedenste Branchen und Industrieanwendungen. MSF-Vathauer zeichnet sich durch langjährige Erfahrung im Bereich der Elektronikentwicklung und -herstellung, sowie durch kundenorientierte Lösungen aus. Neben der Produktentwicklung bietet MSF-Vathauer umfassende Beratung und Serviceleistungen.

MSF Vathauer wirkt im Projekt aktiv an der Pilotierung und Validierung KI-gestützter Resilienzlösungen mit. Das Unternehmen bringt Praxisperspektiven aus dem Maschinenbau ein, testet Diagnosetools, Simulationen und Weiterbildungsformate unter realen Bedingungen und bewertet deren Anwendbarkeit. Zudem unterstützt MSF die Evaluation, liefert Feedback zur Optimierung und trägt zur Übertragbarkeit der Ergebnisse auf industrielle Kontexte bei.

Für MSF-Vathauer ist Resilienz zentral, um auf volatile Märkte, Lieferkettenstörungen und Fachkräftemangel flexibel reagieren zu können. Als technologieorientiertes Unternehmen sichert sie stabile Prozesse, Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsstärke. MSF-Vathauer möchte Risiken früh, d.h. prädiktiv, erkennen um erforderliche Anpassungen schnell umsetzen zu können um langfristig für die Kunden ein verlässlicher Partner zu sein. 

nerdstar GmbH

www.nerdstar.de

Die nerdstar GmbH ist eine auf Livestreaming spezialisierte Medienproduktion mit starken Wurzeln in der Nerdkultur und der Influencer-Branche. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Umsetzung authentischer Inhalte, die die Community direkt erreichen und begeistern. Von intimen Talkformaten bis hin zu groß angelegten Bühnenproduktionen wird alles umgesetzt, was Spaß macht.

Die nerdstar GmbH ist als Praxispartner Teil des Forschungsprojekts resiRAUM und bringt ihre Erfahrungen aus der Medienproduktion sowie dem projektbasierten Arbeitsalltag in die Untersuchung ein. Das Unternehmen stellt Einblicke in betriebliche Abläufe, Arbeitsprozesse und Herausforderungen zur Verfügung und unterstützt damit die praxisnahe Erforschung von Resilienz im beruflichen Kontext. Ziel ist es, reale Arbeitsbedingungen abzubilden und zur Entwicklung anwendbarer Erkenntnisse und Lösungsansätze beizutragen.

Das Thema Resilienz ist für die nerdstar GmbH insbesondere im Kontext des projektbasierten Arbeitsalltags von hoher Bedeutung. Die Arbeit im Projektgeschäft ist häufig durch schwankende Auslastungen, kurzfristige Anforderungen und variable Arbeitsintensitäten geprägt. 

Ziel ist es, einen besseren Umgang mit diesen Schwankungen zu entwickeln, das Team nachhaltig darauf vorzubereiten und Strukturen zu schaffen, die Belastungsspitzen frühzeitig erkennbar machen und abmildern. Dadurch soll langfristig die Stabilität der Arbeitsprozesse sowie die Belastbarkeit und Zufriedenheit des Teams gestärkt werden.